Neue Zollregeln verteuern Online-Bestellungen
Die Verbraucherzentrale in Langenfeld weist auf neue Einfuhrabgaben beim Online-Shopping hin. Ab Mittwoch, den 1. Juli, gelten zusätzliche Gebühren für viele Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern.
Neue Regeln für Bestellungen aus dem Ausland
Günstige Kleidung, Elektronik oder Haushaltswaren von Plattformen wie Temu oder Shein wirken auf den ersten Blick oft wie echte Schnäppchen. Doch ab Mittwoch, den 1. Juli 2026, ändern sich die Zollregelungen für Sendungen aus Nicht-EU-Ländern. Dann können auch bei Waren mit niedrigem Wert zusätzliche Kosten anfallen.
Versteckte Zusatzkosten möglich
„Dadurch können hohe Kosten entstehen, die man im ersten Moment übersieht”, erklärt Andreas Nawe von der Verbraucherzentrale NRW in Langenfeld. Neben einer pauschalen Zollgebühr von drei Euro pro Kleinsendung können künftig je nach Produkt zusätzliche Einfuhrumsatzsteuern oder Verbrauchssteuern anfallen. Außerdem berechnen Paketdienste häufig weitere Service- oder Auslagenpauschalen. Bei der Deutschen Post liegen diese beispielsweise bei 7,50 Euro.
Herkunft der Ware genau prüfen
Die Verbraucherzentrale rät dazu, vor einer Bestellung genau zu prüfen, woher die Ware tatsächlich verschickt wird. Viele Plattformen wirken wie europäische Shops, obwohl der Versand aus Drittstaaten wie China erfolgt. Hinweise darauf können sehr niedrige Preise, lange Lieferzeiten oder fehlende Anbieterangaben sein. Auch ein deutschsprachiger Internetauftritt bedeutet nicht automatisch, dass der Händler innerhalb der EU sitzt. Ein Blick ins Impressum, in die Versandinformationen sowie in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann helfen.
Datenschutz und Rückgabe beachten
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten außerdem sparsam mit persönlichen Daten umgehen und sichere Zahlungsmethoden nutzen. Bei Bestellungen außerhalb der EU gelten oft andere Regelungen für Rückgabe und Gewährleistung. Rücksendungen können teuer werden oder kompliziert sein, etwa wenn Waren ins Ausland zurückgeschickt werden müssen. Zudem greifen europäische Widerrufsrechte nicht immer.
Alternative Shops vergleichen
Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale kann ein Kauf bei einem Händler innerhalb der EU trotz höherem Verkaufspreis am Ende günstiger sein. Dort gelten meist verlässlichere Verbraucherrechte und Reklamationen lassen sich einfacher klären.
Weitere Informationen
Weitere Hinweise gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw sowie unter www.zoll.de.
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