Gassen: „Vertrag nicht einseitig kündigen!“
Zur öffentlichen Diskussion über die Städteverbindungen der Stadt Langenfeld meldete sich Rolf D. Gassen bei uns mit einem Leserbrief.
Gassens Brief im Wortlaut:
„Die Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften der Stadt Langenfeld haben unterschiedliche Entstehungsgründe und Philosophien. Während die Städte Senlis, Gostynin und Kirjat Bialik der Versöhnung mit Frankreich, Polen und Israel geschuldet sind, war der Anlass für die Verbindung mit Batangas City, Philippinen, die kommunale Entwicklungshilfe.
Unterstützung bei der Verwaltungsreform, bei der Verbesserung der städtischen Infrastruktur mit Abfallbeseitigung und Frischwasser, bei der Familienpolitik und der Versorgung von Straßenkindern durch Schaffung von ´Drop-in-Centers´ und Kindergärten waren einige der Projekte. Dies hatte es bis dahin in der Bundesrepublik durch eine Stadt so nicht gegeben.
Noch heute sind die langjährigen Aktivitäten der Stadt Langenfeld in der südasiatischen Stadt zu sehen; dies gilt auch für den von der Stadt Langenfeld gespendeten Krankenwagen für ein örtliches Krankenhaus, der immer noch seine Dienste verrichtet. Zunächst als Städtepatenstadt gegründet, wurde 1998 der Städteverbund durch die feierliche Unterzeichnung eines Vertrages als Partnerstadt besiegelt.
Batangas City gehört heute zu einer der erfolgreichsten Wirtschaftszonen der Philippinen. Nicht zuletzt durch seinen Tiefseehafen. Der Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt galt die Unterstützung nach der Wiedervereinigung. Der Zweck dieser Städteverbindung ist inzwischen erfüllt. Bei allen Städteverbindungen ist Bedingung, dass Bürger und Bürgerinnen durch persönliche Kontakte diese stützen und fördern, damit sie sich positiv entwickeln. Der Besuch einiger offizieller Vertreter der Stadt reicht nicht aus!
Ich halte es nicht für richtig, den feierlich geschlossenen Vertrag einer Partnerschaft mit Batangas City einseitig zu kündigen. Es gibt andere Wege.
Rolf D. Gassen“
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