Dr. Püttmann (links) bei seinem Vortrag beim katholischen Sozialverband KKV. Foto: KKV

Vermischtes, 27.06.2012

Über den Stellenwert des Katholizismus

Einen interessanten Vortrag gab es am Montag beim Sozialverband KKV.

 

Viele Fragen

Wo liegen die Unterschiede zwischen Katholizismus und Protestantismus in Deutschland? Welche Rolle spielen die beiden Konfessionen gesellschaftspolitisch? Wie spiegeln sich beide Konfessionen in der Politik wider? Kommt es nur auf den Grad der Popularität an oder kann es angebracht sein, dem Zeitgeist nicht hinterher zu laufen? Dies waren die wesentlichen Fragestellungen, auf die der Politologe Dr. Andreas Püttmann in seinem Vortrag zum Thema „Wie katholisch ist Deutschland und was hat es davon?“ beim KKV Monheim einging.

Zäsur

Als entscheidende Zäsur des Katholizismus in Deutschland nannte Püttmann die Wiedervereinigung Deutschlands. Während nach Püttmans Darstellung vor der Wiedervereinigung die Bundesrepublik eher katholisch geprägt gewesen sei und insbesondere Konrad Adenauer für den Katholizismus gestanden habe, stehe Angela Merkel für den Protestantismus. 1990 seien in den neuen Bundesländern die Protestanten in der Überzahl, nur vier Prozent der Bevölkerung seien katholisch gewesen. Trotzdem seien nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern die Katholiken auf Landes- und Kommunalebene überproportional vertreten gewesen, was Kritik seitens Vertretern der evangelischen Kirche hervorgerufen habe, die von einer „Machtergreifung durch die katholische Kirche“ und von „Rekatholisierung“ gesprochen hätten.

Weltjugendtag

Zwar habe der Kölner Weltjugendtag im Jahre 2005 mit dem deutschen Papst die katholische Kirche in Deutschland in die positiven Schlagzeilen gebracht, doch sei es 2009 mit dem Ansehen wieder bergab gegangen. Benedikt XVI. geriet in die Kritik wegen der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft und später kam die katholische Kirche durch Missbrauchsfälle in die Schlagzeilen. Demgegenüber habe die evangelische Kirche in den vergangenen Jahren mit Bischöfin Margot Käßmann und Bischof Wolfgang Huber populäre Personen an der Spitze gehabt.

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